Großvaters Stern

Der kleine Bär hört vor dem Einschlafen noch einige Gesprächsfetzen der Eltern und reimt sich zusammen, dass es um die Sommerferien beim Großvater geht. Tags darauf lässt er den Eltern keine Gelegenheit, das zu sagen, was tatsächlich Großvaters Stern passiert ist. Voller Freude macht er sich auf den Weg und je länger der Ausflug dauert, desto schöner und großartiger werden die Erinnerungen an das, was Großvater in der jeweiligen Situation tut oder sagt; und gleichzeitig wird es für den Vater immer schwerer, seinem Kind zu sagen, dass der Großvater gestorben ist. Sie weinen miteinander und als nachts der Sternenhimmel leuchtet, erinnert sich der kleine Bär daran, wie Großvater gesagt hat, dass jeder in einem Erinnerungsstern für seine Liebsten da ist. - Diese Geschichte zeigt auf sehr warmherzige und behutsame Art, wie es sein kann, sich von einem geliebten Familienmitglied zu verabschieden. Die beliebte Aussage vom Weiterleben in der Erinnerung der Zurückgebliebenen muss jedoch im christlichen Glauben als zu kurz gegriffen "entlarvt" werden. Die Illustration korrespondiert in üppigen Natur- und Landschaftsbildern mit dem sanften und zärtlichen Umgang der Bärenfamilie. Die schwebende Farbigkeit wie auch die dunklen Nachtbilder vermitteln die tröstende Aussage des Buches auf der visuellen Ebene. - Sehr gut geeignet als Hinführung zum Thema in weltanschaulich neutraler Bearbeitung ohne direkten christlichen Bezug. (Übers.: Barbara Müller)

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Großvaters Stern

Großvaters Stern

Jean-Marie Robillard ; Xu Hualing
TintenTrinker-Verl. (2015)

[20] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 800804
ISBN 978-3-9816323-7-8
9783981632378
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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