Schwarzes Echo
Einst war Harry Bosch Ermittler in der Eliteeinheit des Morddezernats von Los Angeles, doch er ist tief gefallen, beruflich wie privat. Bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, muss er sich wieder von ganz unten hocharbeiten und wird zu unspektakulären
Todesfällen gerufen. In einem Tunnel wird eine Leiche gefunden, alles sieht nach einer Überdosis aus. Doch Harry kennt den Mann, sie waren zusammen im Vietnamkrieg. Dann meldet sich ein Stricher als Zeuge, er hat mehrere Personen am Tunnel gesehen. Unter einer Bank wird ein verzweigtes Tunnelsystem entdeckt. Die Bankräuber müssen den Einbruch lange und genau geplant haben. „Schwarzes Echo“ ist der erste Fall aus Connellys erfolgreicher Reihe um Harry Bosch, die Buchausgabe erschien bereits 1994 auf Deutsch. Aktuell ist die Verfilmung der Reihe (zu sehen bei Amazon Prime) sehr erfolgreich und das bringt auch die Buchvorlagen wieder in den Blickpunkt. Vieles ist nicht so, wie es lange scheint, manche spielen ein doppeltes (oder falsches) Spiel und die Motive liegen Jahrzehnte zurück. Connelly kennt die „Szene“ LAs genau, er hat fundiert recherchiert und adaptiert die verschlungenen (und düsteren) Welten des Hieronymus Bosch (so auch Harrys Taufname) an die amerikanische Westküste. Heute wirkt manches etwas aus der Zeit gefallen, wenn „Old School“ ohne Mobiltelefon (aber mit Beeper) und Internet ermittelt wird. Schauspieler Oliver Erwin Schönfeld liest die Vorlage souverän und ungekürzt – fast 16 Stunden Spannung!
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwarzes Echo
Michael Connelly ; gelesen von Oliver Erwin Schönfeld ; aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Jörn Ingwersen
steinbach sprechende bücher (2025)
Bosch ; [1]
2 mp3-CDs (circa 948 min)
mp3-CD