Schwarzes Eis
Ermittler Harry Bosch ist ein „einsamer Wolf“. Strafversetzt, kümmert er sich beim Los Angeles Police Department um Routinefälle. Kurz vor Weihnachten wird in einem Motel die Leiche eines Drogenfahnders gefunden, daneben liegt ein Abschiedsbrief.
Alles deutet auf Selbstmord des Kollegen hin: Ehe gescheitert, dem Alkohol verfallen. Ein Standardfall, der schnell zu den Akten gelegt werden kann. Niemand hat Interesse daran, sich während der Feiertage mit dem Fall zu beschäftigen und auch Boschs Vorgesetzter möchte die Ermittlungen einstellen. Auf eigene Faust beginnt Harry die Ermittlungen und stößt auf manche Ungereimtheit. – Dies ist der zweite Fall für Bosch (vgl. „Schwarzes Echo“ - BP/mp 25/1093), die Buchausgabe erschien bereits in den 1990er Jahren auf Deutsch. Aktuell zeigt Amazon Prime die Verfilmung der Reihe, das rückt auch die Buchvorlagen wieder in den Blick. Manches wirkt heute aus der Zeit gefallen, wenn sich Bosch ohne Internet und Mobiltelefon auf sich allein gestellt beiderseits der Grenze zwischen Kalifornien und Mexiko auf die Suche nach der Wahrheit macht. Durchaus heftige Kost, denn Gewalt ist an der Tagesordnung. Wieder liest Schauspieler Oliver Erwin Schönfeld die Vorlage souverän und ungekürzt – mehr als 12 Stunden Spannung! Die einzelnen Tracks sind allerdings teilweise sehr lang, was den Wiedereinstieg nicht immer leicht macht.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwarzes Eis
Michael Connelly ; gelesen von Oliver Erwin Schönfeld ; aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Norbert Puszkar
steinbach sprechende bücher (2025)
Bosch ; [2]
2 mp3-CDs (circa 744 min)
CD