Haus der Geister
Kriminalrat Gustav Heller ermittelt in seinem zweiten Fall (zuvor "Tod auf der Elbe": BP/mp 24/981). In einer abgelegenen, verwunschenen Villa am Rande Dresdens kommt ein Mann bei einer Séance zu Tode: Herzinfarkt! Er ist im wahrsten Sinn des Wortes
"zu Tode erschrocken". Das ist Anlass genug, den Krimianalrat auf die Sache anzusetzen, denn die Geisterbeschwörungen sind seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge. Das Medium Frau Blumfeld und ihre Magd Hermina geben sich sehr seriös. Es kommt zu unerklärlichen Selbstmorden auf dem Dachboden des Hauses. Hausdurchsuchungen ergeben nichts. Hellers Assistent Schrumm will die Existenz von Geistern nicht generell abtun, Heller selbst ist absoluter Realist und versucht mit aller Rationalität, Licht ins Dunkel zu bringen. Vor den Ermittlern tut sich ein Abgrund aus menschlicher Schlechtigkeit auf. – Goldammer ist ein weiteres Mal ein spannendes, unterhaltsames Buch gelungen. Zeitkolorit, Psychologie und der ambivalente Ermittler Gustav Heller geben eine richtig gute Geschichte ab, auch wenn man Geistergeschichten nicht zugeneigt ist. Überall möglich.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Haus der Geister
Frank Goldammer
dtv (2025)
381 Seiten
kt.