Am Abgrund
Nach ihrem letzten Fall ist Hauptkommissarin Nicole Schauer beurlaubt (s. BP/mp 25/108). Am ersten Tag, an dem sie wieder im Dienst ist, gerät sie auf dem Dresdner Altmarkt in eine Katastrophe. Ein Wagen fährt in eine Menschenmenge, es gibt Tote
und Verletzte. Gleichzeitig verschwindet Bruch aus dem Krankenhaus, wo er wegen einer schweren Verletzung behandelt wurde. Wieder führen die Spuren beider Ereignisse in Bruchs Vergangenheit. Seit Schauer damit begonnen hat, dieser Vergangenheit auf den Grund zu gehen, versucht man, sie aus dem Weg zu räumen. Sie weiß nicht, wem sie innerhalb der Polizeibehörde noch trauen kann. Am Ende kommt sie dem Geheimnis auf die Spur. Bruch wurde nach der Ermordung seiner Eltern in ein Heim gebracht und dort – wie viele andere Kinder – für psychologische Versuchszwecke benutzt, aus denen eine gewinnträchtige Firma namens 'Narclab' hervorgegangen ist. Die Profiteure versuchen nun zu vertuschen, was zu vertuschen geht, und schrecken dabei auch vor Mord und falschen Indizien nicht zurück. – Ein spannender Krimi mit differenziert gezeichneten Figuren und einer Handlung, die die Ereignisse in Bruchs Vergangenheit geschickt mit der Gegenwart verwebt und die Reihe um Bruch und Schauer damit abschließt.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Am Abgrund
Frank Goldammer
ROWOHLT Wunderlich (2025)
Bruch ; 4
363 Seiten
kt.