Strandopfer

Im polnischen Seebad Misdroy wird ein deutscher Tourist morgens tot am Strand gefunden. Es sieht alles nach einem Badeunfall aus, trotzdem wird die BKA-Beamtin Lena Schuldt hinzugezogen. Schnell stellt sich heraus, dass aus der Urlaubergruppe auch Strandopfer ein Kind verschwunden ist, das trotz weiträumiger Suche nicht gefunden werden kann. Eine Entführung ist bald die einzige Erklärung. Belastet mit Vorurteilen gegenüber der polnischen Bevölkerung, die aus ihrer grenznahen Vergangenheit stammen, trifft Lena auf den wortkargen Kommissar Adam Krawczyk. Obwohl beide miteinander hadern, versuchen sie zum Wohl des Kindes zusammenzuarbeiten. Doch Ermittlungsfehler, Sprachbarrieren und die Verschlossenheit der Urlaubergruppe legen ihnen immer wieder Steine in den Weg und fordern weitere Tote. – Der Krimi ist spannend und vielschichtig aufgebaut. Die deutsche Ermittlerin ist allerdings eher unsympathisch. Von Anfang an wirft sie mit jedem erdenklichen Klischee und Vorurteil gegenüber der polnischen Bevölkerung um sich. Ihre große Unsicherheit ist mitunter anstrengend, tut der Spannung des Falls aber keinen Abbruch. Das packende Finale entschädigt für alles.

Stefanie Simon

Stefanie Simon

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Strandopfer

Strandopfer

Frank Goldammer
Rowohlt (2026)

412 Seiten
kt.

MedienNr.: 755815
ISBN 978-3-499-01917-3
9783499019173
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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