Die Bestie von Dresden
Im Dresdner Frühling 1883 herrscht große Aufregung: ein Tiger ist aus dem Gehege im Zoo ausgebrochen. Auch wenn „Volkes Stimme“ hinter dem grausamen Tod eines jungen Mannes aus gutem Haus gleich die entlaufene Bestie vermutet, gehen Kriminalrat
Gustav Hellers sachkundige Ermittlungen doch in eine ganz andere Richtung. Weitere grausame Todesfälle bei Söhnen und Töchtern der gehobenen Gesellschaft folgen, und Heller und sein skurriler Assistent Schrumm tappen lange im Dunkeln. Die Familien hüllen sich in Schweigen und leugnen jede Kenntnis. Ein mysteriöser angeblicher Polizist behindert die Ermittlungen obendrein. Hellers Gerechtigkeitssinn und seine Eigensinnigkeit machen ihn nicht gerade beliebt bei seinen Vorgesetzten und trotzdem schafft er es auch diesmal, das verworrene Rätsel zu lösen und die gesellschaftlichen Zwänge des späten 19. Jh. zu entlarven. – Auch der dritte Fall von Gustav Heller (zuletzt „Haus der Geister“: BP/mp25/704) versteht es, mit Lokal- und Zeitkolorit zu unterhalten. Überall möglich!
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Bestie von Dresden
Frank Goldammer
dtv (2026)
Kriminalrat Gustav Heller ; Band 3
365 Seiten
kt.