Nenn mich einfach Superheld

Für Marek ist nach der Attacke eines Rottweilers nichts mehr wie vorher: Entstellt igelt sich der einst beliebte und attraktive Schüler zu Hause ein und erlegt sich eine Isolationshaft auf. Seine alleinerziehende, genervte Mutter Nenn mich einfach Superheld lockt ihn mit einer Finte zu einer Selbsthilfegruppe: Er würde diese niemals freiwillig besuchen, aber nachdem er dort ein wunderschönes Mädchen im Rollstuhl erblickt, ist er gefangen und bleibt. In dieser Gruppe, die von einem ominösen "Guru" geleitet wird, treffen lauter Einzelschicksale aufeinander, die ein Handicap verbindet. Aber nicht nur das, wie sich letzten Endes bei einer gemeinsamen Reise der "Krüppeltruppe" herausstellt. - Alina Bronsky beschreibt den jugendlichen Protagonisten und seine Wahrnehmung wunderbar bissig und schonungslos, aber auch sympathisch und witzig. Es geht um Pubertät, Ich-Findung, Selbst- und Nächstenliebe, und das hier noch sozusagen unter erschwerten Bedingungen. Aber das Ende ist dann doch irgendwie enttäuschend - wobei es vermutlich gewollt radikal anders ist als erwartet.

Carolin Ahrabian

Carolin Ahrabian

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Nenn mich einfach Superheld

Nenn mich einfach Superheld

Alina Bronsky
Kiepenheuer & Witsch (2013)

237 S.
fest geb.

MedienNr.: 575525
ISBN 978-3-462-04462-1
9783462044621
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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