Jenseits

Sorge und Müdigkeit stehen in den Augen von Herrn und Frau Sassenthin, als sie Titus Brandt von der Beratungsstelle Amal in Berlin aufsuchen. Er soll ihnen helfen, ihren Sohn Gent wiederzufinden, der zum Islam konvertiert ist und Jenseits sich dem "Islamischen Staat" angeschlossen hat. Sie wissen nicht, wo er steckt, ob er noch lebt und was aus ihm geworden ist. Titus kennt viele solche Geschichten und kann der Familie nicht viel Hoffnung machen. Doch er will verstehen, was passiert ist, und so erzählen sie: vom Leben in der Kleinstadt, von der Wende und den finanziellen Problemen der Familie, vom Selbstmord der Zwillingsschwester, nachdem der Sohn sich so radikal veränderte. Auch die Journalistin Merle Schwalb und Sami Mukhtar vom Verfassungsschutz sind hinter Gent her, der jetzt den Namen Abdallah trägt: Merle auf der Suche nach einer lohnenden Geschichte und Sami mit dem Auftrag, das Land gegen radikale Konvertiten zu schützen. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, entwirft Musharbash ein hochaktuelles und spannendes Szenario, das genau so auch in Wirklichkeit passieren könnte. Breit empfohlen!

Martina Häusler

Martina Häusler

rezensiert für den Borromäusverein.

Jenseits

Jenseits

Yassin Musharbash
Kiepenheuer & Witsch (2017)

315 S.
kt.

MedienNr.: 591551
ISBN 978-3-462-05046-2
9783462050462
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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