Glück für alle Felle

Bei den Peacheys, wo drei Kinder und ein Vater sämtliche alltäglichen Aufgaben allein der Mutter überlassen, ohne Dank und mit viel Gemecker, hat diese soeben beschlossen, eine Auszeit zu nehmen und sich um nichts mehr zu kümmern Glück für alle Felle als um sich selbst. Während sich folglich im Verlauf der Geschichte das Chaos immer höher auftürmt, vertieft sich die Mama in ihre Yogameditation und denkt gar an eine Indienreise mit dem Yogalehrer. Als Dreck, Streitereien und Verzweiflung auszuufern drohen, hofft die Jüngste, Betty, dass ein Tierheimhund ihr - und vielleicht der ganzen Familie - die Liebe und Zusammengehörigkeit zurückbringt, die mittendrin verloren ging. So kommt Mister Tavish zu den Peacheys, der mittels ganz eigener und wohldurchdachter Strategie allen die Augen öffnet und in ihnen ungeahnte Fähigkeiten weckt, sodass auch Mister Tavish fest daran glaubt, dass "mit ein wenig mehr Arbeit und steter Routine es ihm gelingen könnte, sie am Ende in eine überaus passable Familie zu verwandeln." - Einfühlsam widmet sich die Autorin einem leider häufigen Problem vieler Familien, kindgerecht, mit viel (Hunde-) Sachverstand und Humor. Aus Sicht von Betty und von Mister Tavish gelingt - ohne den Hund zu verniedlichen oder zu vermenschlichen - eine nüchterne Bestandsaufnahme trauriger Realitäten und mit viel Einsatz, Liebe und Beharrlichkeit auch die Wende zum Besseren. Gerne empfohlen!

Elisabeth Bachthaler

Elisabeth Bachthaler

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Glück für alle Felle

Glück für alle Felle

Meg Rosoff ; aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit ; mit Bildern von Anke Faust
KJB (2019)

122 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 598270
ISBN 978-3-7373-4166-0
9783737341660
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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