Abschied von meiner Oma

Was bleibt am Ende von einem Menschen, der uns zeitlebens nahe war? Stephan Sigg nimmt Abschied von seiner Oma und beginnt: "Bei dir war alles möglich, was ich zu Hause nicht mal zu denken gewagt hätte." Er erinnert die Abschied von meiner Oma Erfahrungen mit ihr, den Spaß, den sie miteinander hatten, die Geborgenheit und die Rückzugsmöglichkeiten, die er bei ihr fand. Er spannt einen Bogen vom gemeinsamen Erleben bis zu dem, was ihr Leben ausgemacht hat, wie sie Herausforderungen begegnete und sich mit gesundheitlichen Einschränkungen immer mehr vom Leben verabschiedete. Es ist ein Buch vom Leben, von dem, was Großeltern und Enkel miteinander haben können: Rückzugsmöglichkeiten vor den Erziehungsaufgaben der Eltern, Entlastung und Geborgenheit, einfach dadurch, dass sie da sind und sich auf ihre Enkel einlassen können. Dabei geht es nicht um spektakuläre Abenteuer, sondern um kleine Auszeiten, die Kinder starkmachen und ihnen etwas mitgeben können, das sie durchs Leben trägt. Es bleiben die unzähligen Erinnerungen an kleine, alltägliche Dinge des Lebens, die das ausmachen, was der Autor am Ende des Buches benennt: "Du bist an meiner Seite. Mit dir an meiner Seite zwinge ich jedes Gespenst in die Knie." Ab mittleren Beständen empfehlenswert.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Abschied von meiner Oma

Abschied von meiner Oma

Stephan Sigg
Patmos Verlag (2019)

135 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 599423
ISBN 978-3-8436-1164-0
9783843611640
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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