Mord an der Spree
Im dritten Band der Felix-Blom-Reihe lässt die mehrfach ausgezeichnete österreichische Autorin Alex Beer den ehemaligen Meisterdieb zusammen mit Mathilde Voss im Berlin der 1870er Jahre ermitteln. Diesmal geht es um vier Freundinnen (Mathilde, Agnes,
Charlotte, Antonia), die zusammen ein Ausflugslokal besuchen, bis Agnes die anderen plötzlich verlässt. Sie bleibt spurlos verschwunden. Jahre später kommen Charlotte und Antonia ums Leben. Mathilde bleibt „übrig“ und macht sich natürlich Sorgen. Alle Indizien sprechen gegen Mathilde. Sie wird verhaftet und ihr droht die Todesstrafe. Doch sogar Kommissar Hartwig glaubt an ihre Unschuld. Felix und er versuchen, dies zu beweisen. Helfen muss ihnen Gangsterboss Lugowski. Die Lösung des Rätsels liegt in der Vergangenheit und hat mit Viktor Roderich zu tun, einem zwielichtigen Betrüger mit falscher Identität, der vor nichts zurückschreckt. Der Tag der Hinrichtung rückt näher, Felix‘ Verzweiflung wächst. Ein überraschendes Ende klärt alles auf und rettet Mathilde. Alex Beer erzählt spannend und taucht tief in das Berliner Milieu vor 150 Jahren ein. Allen Büchereien sehr empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mord an der Spree
Alex Beer
L!MES (2025)
Felix Blom
313 Seiten : Illustration
kt.