Der letzte Tod
Im Jahr 1922 entdecken Obdachlose in Wien einen mumifizierten Körper in einem Tresor. Ein erbarmungsloser Serienmörder schließt seine Opfer offenbar in abgeschlossenen Behältern ein, um sie qualvoll ersticken zu lassen. Der stets zerlumpt auftretende Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter aus besseren Kreisen stoßen auf gewohnten Widerstand, als sie die Zusammenhänge herzustellen versuchen. Zudem taucht Emmerichs rachsüchtiger Gegenspieler Xaver Koch auf, der ihm weiterhin nach dem Leben trachtet, was einen der Cliffhanger für den nächsten Teil liefert. Zwar finden sich im Aufbau des historischen Krimis manch vertraute Elemente wie der Kampf gegen verkrustete Strukturen im Behördenapparat wieder. Doch weiterhin gelingt es Alex Beer alias Daniela Larcher, einen packenden Kriminalfall mit sozialkritischem Einblick in die österreichische Nachkriegsära und glaubwürdigen Charaktere zu verbinden. Aufgrund wiederkehrender Figuren ist die Kenntnis der früheren Teile (zuletzt: Das schwarze Band - BP/mp 21/533) von Vorteil. Im gekürzten Hörbuch versteht es Cornelius Obonya erneut mühelos, vom Austriadialekt zum ungarischen oder kroatischen Slang zu wechseln und in die Haut von Menschen aus unterschiedlichen Schichten zu schlüpfen.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Der letzte Tod
Alex Beer ; gelesen von Cornelius Obonya
Random House Audio (2021)
6 CDs (circa 400 min)
CD