Der Fall Moriarty

Der berühmte Detektiv Sherlock Holmes stürzt gemeinsam mit seinem ärgsten Widersacher Professor Moriarty in die tosenden Tiefen der Reichenbachfälle in der Schweiz. So endet, laut seinem Erfinder Arthur Conan Doyle, das letzte Der Fall Moriarty Abenteuer des größten Detektivs aller Zeiten. Seither haben sich viele verschiedene Autoren am Holmes-Kosmos bedient und Fortsetzungen verfasst. Einer dieser Autoren ist Anthony Horowitz. Bereits 2011 veröffentlichte der britische Bestsellerautor mit "Das Geheimnis des weißen Bandes" den offiziell 61. Sherlock-Holmes-Roman. Die neueste Geschichte beginnt exakt fünf Tage nach dem Vorfall an den Reichenbachfällen. Der New Yorker Privatdetektiv Frederik Chase ist auf der Suche nach dem berüchtigten US-amerikanischen Schwerverbrecher, Clarence Devereux, der seine Geschäfte auf London auszuweiten scheint. Es gelingt Chase, Inspektor Jones von Scotland Yard für seine Suche zu gewinnen. Gemeinsam verfolgen sie die blutige Spur des Amerikaners durch London. Schnell erinnert das Zusammenspiel der beiden an Dr. Watson und Sherlock Holmes. Die Atmosphäre des viktorianischen Londons und die vielen Querverweise und Anspielungen auf alte Holmes-Fälle tun ihr Übriges, sodass sich Fans des Meisterdetektivs sofort zu Hause fühlen. Dennoch ist das Buch kein plumpes Aufwärmen alter Ideen. Horowitz schafft es, eigene Charaktere zu entwickeln, die im Falle von Inspektor Jones Bewunderung von Holmes sogar tragische Züge bekommen. Der Fall Moriarty ist mehr als eine Hommage an Sherlock Holmes. Es ist ein Krimi der bis zum Schluss spannend bleibt und viele Überraschungen bereithält und für jeden Krimifan unbedingt zu empfehlen ist. (Übers.: Lutz-W. Wolff)

Sebastian Heuft

Sebastian Heuft

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Fall Moriarty

Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz
Insel-Verl. (2014)

341 S.
fest geb.

MedienNr.: 578673
ISBN 978-3-458-17612-1
9783458176121
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: