Einsamkeit hat viele Gesichter. In einer Zeit, in der scheinbar alles vernetzt ist, kann das Gefühl besonders schwer wiegen. In Deutschland fühlen sich Millionen Menschen einsam, zunehmend auch sehr junge. Das kann sowohl deren psychische als auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen, hat aber auch demokratische Relevanz. Denn wer sich häufig einsam fühlt, verliert eher das Vertrauen in die Politik und die Wahrscheinlichkeit steigt, Verschwörungserzählungen zu glauben und autoritären Haltungen zustimmen.
Dabei ist Einsamkeit kein individuelles Versagen, sondern eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie kann jede und jeden treffen – und wir alle können gemeinsam etwas dagegen tun. Schon ein offenes Ohr, ein freundliches Wort, ein Lächeln oder eine kleine Geste können helfen, Brücken zu bauen und Menschen aus der Einsamkeit zu holen. Einsamkeit braucht Aufmerksamkeit und Mitgefühl, wozu wir Sie mit unseren Medienempfehlungen einladen.
„Gemeinsam aus der Einsamkeit“
Vom 22. bis 28. Juni 2026 findet die bundesweite Aktionswoche des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegen Einsamkeit statt. KÖBs können sich hier eine Fülle von Anregungen über diesen Anlass hinaus holen. Denn: Büchereien sind mehr als Orte des Lesens – sie sind offene Treffpunkte, an denen Menschen ungezwungen zusammenkommen können. Mit Veranstaltungen, Gesprächsrunden oder einfach einem freundlichen Empfang schaffen sie Räume der Begegnung und tragen dazu bei, Isolation zu durchbrechen. Auch ehrenamtliches Engagement kann ein Schritt aus der Einsamkeit sein.
Ein Aktionsbuch bietet Materialien und Ideen, damit Sie vor Ort nachhaltige Begegnungen schaffen können (z. B. Gesprächsimpulse, Kennenlernkarten sowie die „Setzen Sie sich dazu“-Aufsteller und einen für Thementische). Mehr dazu auf: Aktionswoche “Gemeinsam aus der Einsamkeit”